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Kreuzworträtselbeet

Als Interessantheit im tropischen Gewächshaus gilt das sog. „Kreuzworträtselbeet“, an dem Sie tatsächlich Pflanzen finden, deren Namen Sie aus Lösungswörtern kennen, aber Sie konnten sich unter diesen Bezeichnungen nichts konkretes vorstellen – kola, koka, abaka, balsa, anona. Diese ergänzen auch Nutzpflanzen und Pflanzen pharmazeutisch bedeutend. Als Unterholz wurden Neuveredelungen verwendet. Eine stammt aus der „Hausküche“ des botanischen Gartens Teplice und bezieht sich auf Pflanzen der Gesneriengewächse- Familie, vor allem Abstammung Kohleria und Achimedes, die zweite dann aus dem Forschungsinstitut des Silvia Tarouccy für Landschaftsschaffung und Ziergartenbau in Průhonice (Pruhonitz) und stellt so den Besuchern die neuesten Hybriden der beliebten Springkraute (Impatiens) vor.

Aquarien und Terrarium im tropischen Gewächshaus

Im tropischen Gewächshaus befinden sich gesamt sechs Aquarien. Die ersten zwei befinden sich gegenüber dem Pazifischen Teil. Das erste davon ist von Maulbrütern, was Süßwasserfische, die aus afrikanischen Seen stammen, bewohnt. Deren Bezeichnung wurde von der merkwürdigen Pflege um die Nachkommen, da die Weibchen die befruchteten Fischrogen ins Maul nehmen, abgeleitet. Das zweite Aquarium ist asiatisch mit Fadenfischen, Rüsselbarben, Steinbeißer und  Bachschmerlen. Unter ihnen befindet sich die madagascariense). In der Nähe der Pfeifenblume Aristolochia arborea befindet sich ein „Steinbrunnen“, vorbehalten von schönen Schildkröten (Trachemys scripta elegans). Zwischen den Eingängen ins Steingartenstauden- und subtropisches Gewächshaus befinden sich weitere drei, Südafrika gewidmete Aquarien. In einem finden Sie cca 10 Salmler, im zweiten schwimmen Früchte fressende Piranhas und das dritte ist den Königinnen der Aquarienfische – Diskusfischen gewidmet. 

Exposition Braunkohleentstehung

Das Leben der teplitzer Bürger war seit langem durch die Lage der Stadt im nordböhmischen Braunkohlegebiet beeinflusst. Man konnte voraussetzen, dass die Menschen mit der Geschichte ihrer Region mindestens bekannt gemacht werden. Leider ist es anders. Jiří R. Haager, Gründer des neuzeitlichen botanischen Gartens in Teplice, organisierte eine Miniumfrage, wobei er 33 Hochschülern ein Frage stellte „wovon ist die Braunkohle entstanden und aus welcher Zeit stammt es“. Nur zwei wussten etwas, die restlichen erinnerten sich noch, als man in der Schule „etwas über Bärlappen und Schachtelhalme“ erzählte – das ist aber Steinkohle und irrten sich somit um etwa 300 Millionen Jahre.

Das motivierte uns, dass wir in die neuen Gewächshäuser auch einen Teil, der die nordböhmische Landschaft der Braunkohleregion des frühen Miozän (Zeitraum vor etwa 17-23 Millionen Jahren) eingliederten. Die nicht große Exposition nimmt im subtropischen Gewächshaus nur Paar Meter ein, aber die Grundinformation gewährt sie bestimmt. Wir mussten aber Ersatzmaterial wählen, denn Pflanzen, die vor den etwa 20 Millionen Nordböhmen bewuchsen, existieren nicht mehr. Da, wo es möglich war, wählten wir wenigstens identische Abstammungen. „Der Landschaft“ dominiert so die Chinazypresse (auch Wasserfichte genannt) Glyptostrobus pensilis (heute die einzige Art in China bewahrt) und die Echte Sumpfzypresse (benutzt wurde eine mexikanische Taxodium mucronatum). Die uralten Eichen ersetzten nordamerikanische kleine Arten, vor allem Quercus phyllireoides, statt der schon nicht existierten Zelkova zelkovifolia nutzten wir den zwergenhaften Kulturvarietät Zelkova serrata ´Goblin. Ebenso eine kleine Kulturvarietät wurde auch bei der heute nur in Japan wachsende Schirmtanne, Sciadopitys verticillata, die wir aus unseren Braunkohleschichten nur in Blütenstaubform kennen, aber im nahen Sachsen bildete sie mächtige Kohlenschichten. Weiden wachsen zwar bei uns viele, sie würden aber das Gewächshausklima nicht vertragen – und da wählten wir ebenfalls die japanische Salix bakko, einige Arten in der teplitzer  Umgebung ausgestorbene Myricaarten (Gagelstrauchgewächse) erinnern an den nordamerikanischen Myrica pennsylvanica. Die Exposition ergänzen allgemein bekannte Cissus und Himbeersträucher (Rubus), Gattungen Sabal und Calamus (rotang) vertretende Palmen und Farne Blechnum. Die ausgestorbene Ingwergattung Spirematospermum ersetzt Alpinia chinensis aus den Bergen des südöstlichen Asiens. 

Die gesamte Exposition ergänzt das Informationspaneel, bereitet in Zusammenarbeit mit Geologen des Schachtes Bílina (Bilin) mit Mustern fossilisierter Blätter und versteinerten Sumpfzypresse Baumstumpf, welchen dem Garten Mgr. Pavel Rückl, der paläobotanisch vor allem die Sandgrube in Údlice (Eidlitz) bearbeitete, widmete.
 

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