| Länge | Breite | Höhe | Fläche | Anzahl der angebauten Taxa | Tagestemperatur | Nachttemperatur | Luftfeuchtigkeit | Anzahl der Gärtner |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 54 m | 9 m | 6,5 + 1 m | 486 m2 | 343 | 17–25 ℃ | 7–17 ℃ | 50–70 % | 1 |
Wir verlassen die tropischen Gebiete und begeben uns nach Norden (auf der Nordhalbkugel) oder nach Süden (auf der Südhalbkugel). Oder wir bleiben in den tropischen Gebieten, begeben uns aber in die Berge. Das subtropische Gewächshaus stellt die bewaldeten Bergregionen der Tropen und Subtropen dar, die teilweise in die gemäßigte Zone hineinreichen. Davon zeugen die unten aufgeführten Ausstellungsbereiche. Im Winter empfiehlt es sich, eine Jacke anzuziehen, da die Temperatur in den subtropischen und bergigen Gebieten auch unter 10 °C sinkt.
Ein paar Zahlen: 343 Taxa, 320 Arten, von denen 20 % auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzen stehen.
Teil des subtropischen Gewächshauses ist eine Ausstellung, die die nordböhmische Braunkohllandschaft des frühen Miozäns (vor etwa 17–23 Millionen Jahren) nachbildet, da das Leben der Einwohner von Teplice seit jeher davon geprägt ist, dass die Stadt im nordböhmischen Braunkohlegebiet liegt. Dazu gehört auch eine Vitrine mit Pflanzenfossilien.
Im subtropischen Gewächshaus widmet sich eine Ausstellung den Bergregionen des subtropischen Asiens – insbesondere Chinas – in Höhenlagen zwischen 2.000 und 3.000 m ü. M. Die vom Monsun geprägten immergrünen Wälder weisen nicht die gleiche vertikale Vielfalt auf wie die tropischen Regenwälder in den Tieflagen. Hier treffen typische Vertreter der tropischen Vegetation auf solche, die üblicherweise in gemäßigten Zonen wachsen.
Eine kleine Ausstellung widmet sich den kälteliebenden Wäldern Neuseelands, die bis zu einer Höhe von 1.500 Metern über dem Meeresspiegel vorkommen. Interessant ist, dass die Pflanzen Neuseelands und Südamerikas sich evolutionär viel näher stehen als die Pflanzen Neuseelands und Australiens.
Südostafrika ist ein riesiges Gebiet, das mindestens fünf völlig unterschiedliche Biome umfasst (z. B. immergrüne Wälder oder die steilen Hänge der Drakensberge), deren einziges verbindendes Element die Sommerregenfälle sind. In unserem subtropischen Gewächshaus präsentieren wir Pflanzen aus den bewaldeten Küstengebieten im Osten der Republik Südafrika.
Der Westen Südchiles und ein Teil Argentiniens zwischen dem 37. und 48. südlichen Breitengrad, im Westen vom Pazifik und im Osten von den Anden begrenzt, sind von dichtem Wald bedeckt. In diesem Wald dominieren Bambus, Farne, Nadelbäume sowie breitblättrige und immergrüne Gehölze. Es handelt sich um den einzigen gemäßigten Regenwald auf dem Gebiet Südamerikas, der während des Zerfalls des Urkontinents Gondwana (im Jura und in der Kreidezeit) zum Rückzugsgebiet für die antarktische Flora wurde.
Und wer sind die größten „Persönlichkeiten“ unseres subtropischen Gewächshauses? Wir stellen eine Auswahl aus den 343 angebauten Taxa vor.
Diese Eibenart stammt aus Mexiko und Guatemala. Im Jahr 1910 wurde sie zum Nationalbaum Mexikos erklärt und gilt für die Ureinwohner als heilig. Als Zierbaum wird sie bereits seit präkolumbianischen Zeiten genutzt, als sie in Parks und Gärten gepflanzt wurde. Das Holz wird zur Herstellung von Balken und Möbeln verwendet. Sein Harz nutzten die Azteken zur Behandlung von Gicht, Hautkrankheiten, Geschwüren und Zahnschmerzen.
Rhododendren sind nicht nur in den Freilandausstellungen zu finden, sondern auch in der asiatischen Abteilung des subtropischen Gewächshauses. Zum Beispiel der gelbblühende Rhododendron laetum, der in der Region um den Anggi-See im Arfack-Gebirge in Indonesien wächst.
An der Küste Südaustraliens kann man einen Strauch antreffen, dessen Blätter ledrig, elliptisch und auf der Unterseite dicht behaart sind. Die Blütenblätter sind weiß bis cremefarben, und seine acht Staubblätter sind etwas länger als die gesamte Blütenkrone. Das ist Correa backhouseana. In Großbritannien kann man ihn im Freien anpflanzen, da er Frost bis zu -5 °C verträgt.
Unter unserem jahrhundertealten Afrocarpus gracilior blüht im Frühling regelmäßig die Rote Clivia (Clivia miniata). Sie stammt aus Südafrika und gelangte bereits im Jahr 1800 nach Europa, wo sie zu einer sehr beliebten Zimmerpflanze wurde. In der Ruhephase (von September bis Januar) benötigt sie eine Temperatur von 10 °C und weniger Wasser. Nur so können Sie sich ebenso wie wir an ihren wunderschönen Blüten erfreuen.
Möchten Sie einen Dinosaurier sehen? Einen Dinosaurier zwischen den Pflanzen? Den haben wir hier in unserem Botanischen Garten! Er heißt Drimys winteri und stammt aus Argentinien und Chile. Es handelt sich um einen bis zu 20 m hohen Baum, dessen Holz sich beispielsweise für die Herstellung von Möbeln oder Musikinstrumenten eignet. Auch seine Rinde lässt sich auf interessante Weise nutzen, nämlich als Ersatz für Pfeffer.
Die Lapagerie ist die Nationalblume Chiles. Es wird die Geschichte zweier heimlicher Liebender erzählt – Hues, der Tochter des Häuptlings des Mapuche-Stammes, und Copiha, des Anführers des Bergstammes der Pehuenche. Auf Befehl von Hues’ zornigem Vater wurden beide getötet. Als sich die Menschen beider Stämme versöhnten und zu einer Trauerfeier zusammenkamen, sahen sie die blühende Lapagerie und nannten sie nach den Liebenden „Copihue“.
Wenn wir ganz nach hinten gehen, in den hintersten Teil des subtropischen Gewächshauses, können wir auf der rechten Seite einen üppig blühenden chilenischen Strauch namens Azara serrata entdecken. Auf den ersten Blick fallen die gelben Staubblätter ins Auge, die aus der Blüte herausragen und einen Duft verströmen, der an frisch zubereiteten Obstsalat erinnert.