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Paleotropische Aquarien

Die ersten drei Aquarien, die sich hinter dem Eingang zum Tropenhaus befinden, sind der Fauna und Flora von Paleotropis (den Tropen der Alten Welt, d. h. Afrika, Asien, Australien und Ozeanien) gewidmet. Die Aquarien wurden zusammen mit den Gewächshäusern zwischen 2005 und 2007 errichtet und im Jahr 2025 renoviert. 

Übersicht über die einzelnen Aquarien

Biotop Volumen Anzahl der gezüchteten Taxa Anzahl der gehaltenen Taxa
Afrika – Malawisee 2 500 l 0 8
Australien und Indonesien 2 500 l 10 9
Südostasien 2 500 l 12 9

Das erste Aquarium: Afrika – der Malawisee

Das Aquarium, das den afrikanischen Malawisee darstellt, gehört zu den beständigsten Elementen der paläotropischen Aquarien. Von Anfang an bewunderten die Besucher hier die bunte und dynamische Gemeinschaft der Barschartigen – Fische, die nicht nur durch ihr Verhalten, sondern auch durch ihre auffällige Färbung an Beliebtheit gewonnen haben.

Im Laufe der Jahre hat sich die Artenzusammensetzung leicht verändert, doch den Kern bildeten stets auffällig bunte Arten, die die Vielfalt des malawischen Biotops perfekt veranschaulichen. Zu den auffälligsten Bewohnern des Aquariums gehörten und gehören nach wie vor Labidochromis caeruleus – leuchtend gelbe Fische mit schwarzem Rand an der Rückenflosse – sowie die blassblauen, dunkel gestreiften Labeotropheus fuelleborni. Die leuchtend blauen Sciaenochromis fryeri und die rötlichen Aulonacara Red Dragon bringen weitere Farbtöne des Farbspektrums in die Ausstellung ein. Ergänzt wird diese bunte Gesellschaft durch Pseudotropheus polit und die großen, auffallend blauen Placidochromis phenochilus aus der Region Lupingu.

Das Aquarium mit den Maulbarschartigen aus dem Malawisee bleibt somit seit jeher ein beständiges Beispiel für eines der bemerkenswertesten Süßwasser-Ökosysteme der Welt – und seine Schönheit hat im Laufe der Jahre nichts von ihrer Ausstrahlung verloren.

Die evolutionäre Diversifizierung der afrikanischen Cichliden

Die Cichlidae (auf Deutsch als Cichliden bezeichnet) sind eine Familie der Strahlenflosser, zu denen auch die Buntbarsche aus den ostafrikanischen Seen gehören. Gerade bei ihnen fand die sogenannte adaptive Radiation statt – eine beschleunigte evolutionäre Diversifizierung bei der Besiedlung neuer Lebensräume. Innerhalb kurzer Zeit entwickelten sich Arten, die sich vor allem durch die Form ihres Kopfes unterscheiden, die eng mit der Nahrungsspezialisierung zusammenhängt. Dabei handelt es sich um Planktonfilterer, Algenfresser, Raubfische mit mächtigen Kiefern oder Zerkleinerer von Weichtierschalen.

Das zweite Aquarium: Australien und Neuguinea

Im Gegensatz zu den benachbarten Aquarien blieb der mittlere Bereich während seiner gesamten Existenz offen für Veränderungen. Genau hier wurden im Laufe der Jahre die unterschiedlichsten Biotope ausprobiert – und jede Umgestaltung brachte eine neue Perspektive auf die tropische Natur mit sich.

Eine der markantesten Phasen war die Zeit der Mangroven – spezifischer Küstenökosysteme in Brackgewässern, in denen die Wurzeln von Bäumen wie Rhizophora, Bruguiera oder Avicennia über den schlammigen Boden ragen und auch bei Flut das Atmen ermöglichen. Das Aquarium wurde damals von faszinierenden „Amphibienfischen“ bewohnt – den Kletterfischen (Periophthalmus barbarus), die sich nicht nur im Wasser, sondern auch an Land fortbewegen konnten. Ein verstecktes Leben in den Tiefen des Beckens führten auch die Rotklauenkrabben (Sessarma mederi), die sich vor allem nachts zeigten.

Später wurde die Mangroven-Exposition in eine Zucht für Parosnecken umgewandelt, und im Jahr 2018 erfolgte eine grundlegende Umgestaltung – das Aquarium wurde zu einem halb-terrestrischen Terrarium umgebaut, in dem Felsumas ein neues Zuhause fanden. Diese waren bis zum Jahr 2025 Teil der Exposition, als eine weitere Umgestaltung stattfand.

Derzeit hat sich das mittlere Aquarium erneut gewandelt – diesmal in die Wasserwelt Australiens und Neuguineas. Die neue Ausstellung bietet den Besuchern einen Einblick in weniger bekannte, dafür aber umso bemerkenswertere Biotope und präsentiert vor allem Regenbogenfische – außergewöhnlich farbenprächtige Fische, die sich durch ihre Eleganz, Vielfalt und ihr lebhaftes Verhalten auszeichnen.

Dieses wandelbare Becken bot den Besuchern im Laufe der Jahre Einblicke in verschiedene Ecken der tropischen Welt – und wurde zu einem Ideenlabor, wie man die tropische Natur aus verschiedenen Perspektiven präsentieren kann.

Drittes Aquarium: Südostasien

Auch das Aquarium, das die Süßwasserökosysteme Südostasiens präsentiert, gehört zu den ursprünglichen und seit langem beständigen Elementen der paläotropischen Ausstellung. Seine Hauptbewohner waren und sind Vertreter der Familie der Labyrinthfische – elegante und ruhige Fische, die für ihr besonderes Atmungssystem bekannt sind, das es ihnen ermöglicht, den Sauerstoff der Luft zu nutzen.

Besondere Beliebtheit bei den Besuchern genießen der Perl-Labyrinthfisch (Trichogaster leeri) mit seinem silbrig schimmernden Körper und feinem Netzmuster, aber auch die leuchtend gefärbten Formen des Grauen Labyrinthfisches (Trichogaster trichopterus) in der Farbvariante Gold. Ergänzt werden sie durch den Lippen-Barben (Colisa labiosa) und den Streifen-Barben (Colisa fasciata), wodurch eine harmonische und farbenfrohe Gemeinschaft entsteht. Dynamik und Bewegung bringen Goldbarben (Puntius semifasciolatus), ein kleines Schwarm Rasboras (Rasbora heteromorpha) und verspielte Loach (Botia sidthimunki) in das Becken.

Pflanzen tropischer Gewässer

Während das dem Malawisee gewidmete afrikanische Aquarium ohne Bepflanzung bleibt – ganz im Sinne der natürlichen Bedingungen des steinigen Lebensraums –, spielen Pflanzen in den von Asien und Australien inspirierten Becken eine wesentliche Rolle. Sie schaffen nicht nur ästhetisch ansprechende Landschaften, sondern bieten den Fischen auch Verstecke, Laichplätze und eine natürliche Umgebung für ihr Verhalten.

Cryptocoryne – Kryptokorynen
Diese unscheinbaren Sumpfpflanzen sind ein Klassiker in asiatischen Aquarien. Sie bilden dichte Bestände mit Blättern in den unterschiedlichsten Farben und Formen, von grün bis bräunlich oder weinrot, und vertragen auch geringere Beleuchtung gut. Sie sind ideal für die Gestaltung eines natürlichen Bodens.

Microsorum pteropus
Dieser Farn aus Südostasien ist aufgrund seiner Unanspruchsvollheit und seiner Fähigkeit, an Wurzeln oder Steinen festzuwachsen, sehr beliebt. Er bildet elegante, luftige Büschel und wirkt wie ein lebendes Dekorationselement.

Hygrophila – verschiedene Arten von Sumpfpflanzen
Schnell wachsende, sattgrüne Pflanzen, die dazu beitragen, das biologische Gleichgewicht im Aquarium aufrechtzuerhalten. Sie sind typisch für tropische Feuchtgebiete und Reisfelder, und ihre Blätter bieten gute Verstecke für Fische und Jungfische.

Bucephalandra
Seltenere Pflanzen aus dem tropischen Borneo, die an Steinen in fließenden Gewässern wachsen. Dank ihres kompakten Wuchses und ihrer glänzenden, oft violett gefärbten Blätter sind sie eine Zierde für jedes Becken.

Limnophila, Rotala, Pogostemon
Tropische Wasserpflanzen, die Bewegung und Farbe ins Aquarium bringen. Einige Arten färben sich bei stärkerer Beleuchtung rot, andere bilden luftige Stängel mit zarten Blättern – ideal für den Hintergrund des Beckens.

5 interessante Fakten aus den paläotropischen Aquarien

1. Fische, die in der Schlange auf ihr Abendessen warten? Nicht ganz.

Unsere Fische warten nicht am Glas auf ihre Fütterung – sie verfügen nämlich über automatische Futterautomaten, die ihnen mehrmals täglich regelmäßig Futter zuführen. Dadurch entspricht die Fütterung dem natürlichen Rhythmus der Fische in freier Wildbahn und sorgt für ihre optimale Kondition sowie ein gesundes Wachstum.

2. Sonnenaufgang und Sonnenuntergang unter Wasser

Die Aquarien sind mit einer speziellen LED-Beleuchtung ausgestattet, die den natürlichen Tageszyklus nachahmt – vom Morgengrauen über das Mittagslicht bis hin zur Abenddämmerung. Das hilft den Fischen, ihren Biorhythmus aufrechtzuerhalten, und trägt zudem zu kräftigeren Farben und einem natürlichen Verhalten bei.

3. Warum wächst in Afrika kein einziges Blatt?

Das Aquarium, das den Malawisee darstellt, ist voller Cichliden, aber ohne Pflanzen. Das ist kein Fehler – es ist die Realität. Diese afrikanischen Fische stammen aus einem See mit steinigem Grund und sehr klarem, hartem Wasser, in dem Wasserpflanzen praktisch nicht vorkommen. Steine dienen ihnen als Versteck und Revier, und genau diese Umgebung schaffen wir für sie bei uns.

4. Pflanzen, die sowohl unter Wasser als auch über der Wasseroberfläche gedeihen

Einige Aquarienpflanzen verfügen über eine unglaubliche Anpassungsfähigkeit – sie können sowohl unter Wasser als auch in terrestrischer Form wachsen. In der Natur kommen sie nämlich häufig in saisonal überfluteten Gebieten vor, wo sie sowohl Trocken- als auch Regenperioden überstehen müssen. Typische Beispiele sind Cryptocorynen (Cryptocoryne) oder Hygrophilen (Hygrophila) – bei niedrigem Wasserstand verändern sie die Form und Struktur ihrer Blätter und wachsen auf feuchtem Boden weiter. Diese Pflanzen bilden somit eine Brücke zwischen der Welt des Wassers und der des Landes – und beweisen, dass die Anpassungsfähigkeit der Natur keine Grenzen kennt.

5. Fische, die sich gerne streicheln lassen

Vielleicht kennen Sie die „Fischchen für die Pediküre“ – Garra rufa, auch „Doktorfische“ genannt. Auch diese halten wir bei uns! Sie sind dafür bekannt, dass sie sanft abgestorbene Haut abknabbern. Bei uns werden sie natürlich ganz normal gehalten, ohne Kontakt zu den Besuchern, aber ihr ungewöhnliches Verhalten gehört zu den interessantesten Dingen, die man unter Wasser beobachten kann.

Fachliche Tätigkeit

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